Wissenswertes über unsere Kirche

Die Anfänge unserer Kirche:

An der Stelle (Sindelfinger Straße 37), an der heute unsere Laurentiuskirche steht, hatten die Alemannen eine Siedlung angelegt. Vermutlich waren es auch diese Alemannen, die vor mehr als 1000 Jahren die erste Kirche im damaligen „Mouchingen“ errichteten.
Anfangs war sie eine kleine turmlose Landkirche, bestehend aus einem Langhaus und einem Chorquadrat.
Über diesem Chorquadrat wurde später ein Turm errichtet. Der mächtige Turm und ein Rest der festungsartigen Kirchhofmauer lassen darauf schließen, dass die Laurentiuskirche eine Wehrkirche war, die der Bevölkerung als Zufluchtsstätte diente.

Die Pfarrei wurde 1272 zum ersten Mal erwähnt.

Es ist möglich, dass die Laurentiuskirche bereits im 9. Jahrhundert durch eine Schenkung des Grafen Erlafried dem Kloster Hirsau gehörte. Vermutlich haben dann die Besitzverhältnisse mehrfach gewechselt.

 

Im folgenden die „jüngeren“ und belegten Daten:
Im Jahre 1458 wird eine größere Renovierung der baufällig gewordenen Kirche beschlossen. Aus dieser Zeit stammen die spätgotischen Chorschlusssteine.

1467 wurde die Kirche dem Kloster Hirsau einverleibt.

Nach der Reformation, die 1534 von Herzog Ulrich in Württemberg eingeführt wurde und die Aufhebung des Klosters Hirsau zur Folge hatte, wurde die Kirche in der neu erstandenen Evangelischen Landeskirche eingegliedert.

1618 wurde eine neue Glocke gegossen und die Kirche wurde etwas erweitert und erhielt ihre fast quadratische Form. Im gleichen Jahr erhielt die Kirche einen Taufstein, der noch heute existiert und 1999 gründlich restauriert wurde.

Etwa um 1707 wurde die Kirche, vermutlich von französischen Truppen, einschließlich zwei Glocken zerstört.

Nach einer neuerlichen Ausplünderung etwa 25 Jahre später wurde eine Wiederherstellung zusammen mit dem Einbau einer Orgel beschlossen, vermutlich die erste Orgel in der Kirche, die jedoch bald erhebliche Mängel aufwies.

1757 erwarb man dann eine neue Orgel, deren Einbau eine Erweiterung der Empore nötig machte. Drei Jahre zuvor musste das Gebälk des Turmes restauriert und das Turmdach neu gedeckt werden.

13 Jahre später wurde eine erneute Reparatur des Turmes nötig, gleichzeitig mit der des Dachs und der Kirchhofmauer.

Bereits 1805 wurde eine erneute Reparatur des Turms nötig. Zeitgleich wurde ein Durchbruch für eine Sakristei veranlasst und vorerst mit einem Fenster abgeschlossen.

1861 und 1869 wurden Instandhaltungen und Erneuerungen durchgeführt einschließlich eines braunen Anstrichs für das Holzwerk.

Durch das Anwachsen der Gemeinde wurde 1929 eine Erweiterung der Kirche dringend notwendig. Das „Säle“ entstand.

Nach dem zweiten Weltkrieg wurden Innen- und Außenrenovierungen nötig und durchgeführt bis dann schließlich 1970 in der Kirche eine neue Orgel eingebaut wurde.

Bis 1983 wurde der Außenputz ausgebessert, innen und außen gestrichen und schadhafte Teile des Turmfachwerkes ausgewechselt und freigelegt.

Am 10. Juli 1983 schließlich wurden die umfangreichen Arbeiten an der  Laurentiuskirche, die Kosten betrugen ca. DM 400.000, mit einem feierlichen Gottesdienst in dem noch heute gültigen Aussehen abgeschlossen und gefeiert.

Claus-Jürgen Becker

 

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